Interne Whistleblowing-Beschwerden sind zu einem wichtigen Mechanismus geworden, um gegen rechtswidrige Verhaltensweisen im Unternehmensumfeld vorzugehen. Kann sich ein Unternehmen jedoch weigern, eine interne Beschwerde zu bearbeiten, wenn es der Ansicht ist, dass die vom Hinweisgeber vorgelegten Beweise oder Informationen unzureichend sind?

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Die Antwort auf diese Frage hängt von mehreren Faktoren und Aspekten ab.

Zum Beispiel die in jedem europäischen Land geltende Gesetzgebung und die internen Richtlinien der einzelnen Unternehmen.

In vielen Ländern wurden die Gesetze zur Meldung von Missständen aus der EU-Richtlinie übernommen. Die Absicht ist es, Informanten zu schützen. Zusammen mit der Förderung eines ethischeren und transparenteren Umfelds innerhalb der Organisationen. Das Hauptziel dieser neuen Gesetzgebung ist es, Mitarbeiter zu ermutigen, illegale Aktivitäten im Geschäftsumfeld zu melden. Das heißt, ohne Angst, von anderen Kollegen bloßgestellt zu werden. Diese Gesetze legen klare Verfahren für die Meldung von Missständen und den Schutz von Hinweisgebern fest.


Das Fehlen ausreichender Beweise oder Informationen stellt jedoch eine Herausforderung bei der Verwaltung des Whistleblowing-Kanals dar. Ein Mitarbeiter kann aufgrund eines berechtigten Verdachts oder einer Besorgnis eine interne Meldung machen. Aber ohne die Verpflichtung, konkrete Beweise zu liefern. Angesichts dieses Szenarios stehen die Unternehmen möglicherweise vor der Entscheidung, ob sie einer solchen Meldung nachgehen sollen oder nicht.


In vielen Fällen sehen die Whistleblowing-Gesetze vor, dass Unternehmen allen Beschwerden nachgehen müssen. Dies gilt unabhängig von der Tiefe des vom Whistleblower genehmigten Gateways. So wird sichergestellt, dass keine rechtswidrige Handlung mangels stichhaltiger Beweise ungeprüft bleibt. Ziel dieser Gesetzgebung ist es, ein Umfeld zu schaffen, das es Arbeitnehmern ermöglicht, sich zu beschweren, ohne befürchten zu müssen, dass ihre Beschwerde abgewiesen wird, wenn sie in der ersten Instanz keine stichhaltigen Beweise vorlegen können.


Dies bedeutet nicht, dass es keine Situationen gibt, in denen das Unternehmen die Durchführbarkeit einer Untersuchung aufgrund mangelnder Beweise oder Informationen in Frage stellt. Dazu könnten anonyme Behauptungen ohne ausreichende Einzelheiten, vage Behauptungen oder Behauptungen ohne solide Gründe gehören. In diesen Fällen sollten die Unternehmen prüfen, ob die in der Beschwerde enthaltenen Informationen ausreichen, um die Einleitung einer internen Untersuchung oder sogar das Tätigwerden einer dritten Partei (entweder einer zuständigen Behörde oder eines Gerichts) zu rechtfertigen.

Was, wenn das Unternehmen sich weigert, die Whistleblower-Beschwerde zu bearbeiten?


Wenn ein Unternehmen sich weigert, eine Beschwerde zu bearbeiten, ohne dass es dafür eine Begründung oder eine entsprechende Rechtfertigung gibt, kann es sich rechtlichen Risiken, einschließlich Sanktionen, aussetzen. Daher sollten Unternehmen über klare Richtlinien und Verfahren verfügen, um solche Situationen zu bewältigen. Und dass sie Anforderungen für die Validierung interner Whistleblowing-Beschwerden in Übereinstimmung mit dem Gesetz festlegen.


Um Whistleblower zu ermutigen, alle für eine fundierte Meldung erforderlichen Informationen zu liefern, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen in allen Phasen des internen Whistleblowing-Prozesses Vertraulichkeit und Anonymität gewährleisten.


Ein Mangel an Beweisen sollte kein Grund sein, einen Bericht ohne ausreichende Begründung abzulehnen. Unternehmen sollten jedoch fundierte Entscheidungen treffen und die bestehenden Gesetze einhalten, um Whistleblower zu schützen und die Integrität ihrer internen Prozesse sicherzustellen.